Der Interreligiöse Chor Frankfurt (IRCF)

… besteht seit 2012. Ein Schwerpunkt der Chorarbeit sind jährlich zwei Tehillim-Psalmen-Projekte (tehillim – hebräisch: Psalmen). Bei diesem bundesweit einzigartigen Beitrag zur interkulturellen Bildung und Förderung des interreligiösen Dialogs wird Musik aus christlicher, jüdischer und muslimischer Tradition erarbeitet und in öffentlichen Konzerten dargeboten. Die Probenarbeit und auch das Konzert zeichnen sich durch eine intensive Durchdringung von Musik und Theologie aus.

Der Chor erschließt sich über die musikalische Arbeit die religiösen Hintergründe der jeweiligen Stücke, wobei die Chormitglieder ihre verschiedenen Glaubenstraditionen mit einbringen. Die Psalmen bilden eine wichtige Brücke zwischen Judentum und Christentum. Musiker beider Religionen haben über Jahrhunderte immer wieder neue Vertonungen für die Liturgie und das Konzert geschaffen. Dass Psalmen bzw. Tehillim als »Zabur« auch dem Islam bekannt sind, erleichtert muslimischen Sängerinnen und Sängern die Mitwirkung im Chor.

Seit Beginn verantworten die evangelische Kantorin Bettina Strübel (Offenbach) und der jüdische Chasan Daniel Kempin (Frankfurt) kontinuierlich die musikalische Leitung und Weiterentwicklung des Projekts, das institutionell nicht gebunden ist. Der Chor ist vor allem in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet zu hören, darüber hinaus gab es schon Engagements in Stuttgart, Worms, Köln und Berlin.

 


 Film „Der Interreligiöse Chor Frankfurt am Main – Psalm 46“

Ende 2017 hat der Dokumentarfilmer Dieter Reifarth den IRCF bei der Arbeit am 46. Psalm begleitet. Einzelstimmproben, Gesamtproben, Solisten- und Generalprobe und schließlich das öffentliche Konzert am 21. November 2017 im Frankfurter Dominikanerkloster mit 400 Besucherinnen und Besuchern wurden in dem 47-minütigen Film exemplarisch festgehalten.

Sängerinnen und Sänger sowie die Chorleitung kommen in dem Portrait zu Wort: Welche Motivation steckt hinter dem interreligiösen Engagement? Warum ist ausgerechnet ein Psalm der Hebräischen Bibel ein Einstieg in den Dialog zwischen den Religionen? Wie gelingt es, die unterschiedlichen Glaubensrichtungen musikalisch zusammenzubringen?

In der Dokumentation wird deutlich, was diesen Chor auszeichnet: die Bejahung der Vielfalt, die produktive Auseinandersetzung mit den überlieferten Texten und die konzentrierte Arbeit am heterogenen musikalischen Programm – sowie eine gehörige Portion Enthusiasmus.

Die DVD kann bestellt werden per Mail an: info@ircf-frankfurt.de.
Sie kostet 15 Euro (plus 3 Euro Versand), die Bezahlung erfolgt per Rechnung.